Frank Schöbel wütend: „Man wartet, bis wir tot sind!“ – DDR-Star rechnet ab!

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Frank Schöbel, 82, bleibt eine Stimme des Ostens – doch nun erhebt der Schlager-Patriarch schwere Vorwürfe gegen Deutschlands Radiolandschaft.

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Strahlender Evergreen unter Beschuss

Bild: IMAGO / pictureteam
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Seit mehr als sechs Jahrzehnten begleitet Frank Schöbel die Bundesrepublik durch alle politischen Wetterlagen. Seine Klassiker wie „Wie ein Stern“ oder das Familien-Album „Weihnachten in Familie“ gehören längst zum gesamtdeutschen Kulturerbe. Trotzdem fühlt sich der 82-Jährige heute so übergangen wie selten zuvor.

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Schöbel beklagt, dass selbst in der Adventszeit – seiner musikalischen Hochsaison – viele große Sender seine Lieder schlicht ignorieren. Für ihn ist das kein Zufall, sondern ein systematisches Verdrängen ostdeutscher Künstlerhistorie.

Lassen wir nun einen Blick ins Interview selbst werfen – dort wird der Ton noch schärfer.

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Die harten Worte im Nordkurier-Interview

Bild: IMAGO / Future Image
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„Man spielt uns einfach nicht mehr“, klagt der Sänger und fügt die drastische Vermutung an, manche Programmdirektoren warteten wohl wirklich „bis wir endlich tot sind“. Die Formulierung hat gesessen; sie trifft all jene, die sich nach 35 Jahren deutscher Einheit immer noch unsichtbar fühlen.

Schöbel illustriert seine Kritik mit Zahlen: In den aktuellen Airplay-Charts tauchen DDR-Altstars kaum auf, obwohl ihre Tonträger-Verkäufe in Ostdeutschland stabil bleiben. Er fordert daher eine verbindliche Quote für deutschsprachige Oldies aus allen Landesteilen.

Welche Antwort lieferten die Radiomacher? Damit befassen wir uns gleich.

Radiomacher reagieren – doch reicht das?

Image: AI
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Mehrere Programmdirektoren wiesen die Vorwürfe zurück und verwiesen auf Zielgruppen-Analysen: Man orientiere sich „stärker am Streaming-Geschmack junger Hörer“. Gleichzeitig räumten einzelne Sender allerdings Versäumnisse ein und kündigten Sonderstrecken mit Ost-Klassikern für Dezember an.

Medienforscher sehen darin eher Symbolpolitik; ohne dauerhafte Playlists verfliegt der Effekt nach der Feiertags-Euphorie. Branchen-Insider berichten sogar, interne Algorithmen stuf­ten Titel älterer Semester automatisch herab, sobald Chart-Rotationen knapper werden.

Doch wie sehen das Schöbels Kolleginnen und Kollegen, die ein ähnliches Schicksal teilen? Weiter geht’s mit ihren Stimmen.

Solidarität von Kolleginnen und Kollegen

Image: AI
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Das Duo Katrin & Peter kennt die Misere: Trotz restlos ausverkaufter Saal-Touren erhielten sie kürzlich eine Absage von „Immer wieder sonntags“. Auch sie fühlen sich „aus dem Osten herausgekürzt“. Die Sängerin Katrin Bitterling spricht von einer „kulturellen Amnesie, die man an der Hörfunk-Fernbedienung erkennen kann“.

Ute Freudenberg, die sich 2023 von der Bühne verabschiedete, ergänzt: „Heute zählt Reichweite, nicht Relevanz.“ Die 69-Jährige kritisiert, dass Follower-Zahlen mehr wiegen als jahrzehntelange Bühnenarbeit. Diese Verbündeten verleihen Schöbels Protest nun einen Chor der Erfahrung.

Bleibt die Frage: Lässt sich der Schlager-Veteran davon ausbremsen? Wir blicken auf seine Pläne.

Neue Weihnachtstour als Statement des Durchhaltens

Image: AI
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Am 8. November eröffnet Schöbel in Gera seine Advents-Tournee, gefolgt von Berlin, Cottbus, Potsdam und Magdeburg. Die Ticket-Nachfrage ist hoch; längst mischen sich junge Fans unter das Stammpublikum ihrer Eltern. Für den Sänger ist jede Show ein Beweis, „dass uns keiner stumm schalten kann“.

Zum Finale will er einen neuen Titel vorstellen, der sinnbildlich „Weihnachten bei allen daheim“ heißt – eine versöhnliche Botschaft, die Ost und West zusammenbringt. Ob sie den Weg ins Radio findet, bleibt abzuwarten, doch Schöbel zeigt sich kämpferisch: „Ich singe, bis die Lautstärke nicht mehr überhörbar ist.“

Damit endet ein Kapitel voller Kritik – und beginnt vielleicht eine Neubewertung ostdeutscher Pop-Legenden im Äther von morgen.

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