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Ralf Richter (†69): Abschied mit dem Mercedes aus „Bang Boom Bang“

07.10.2026, 07:56 Uhr

Drei Wochen nach dem Tod von Ralf Richter steht der Termin für den letzten Abschied fest. Seine Familie lädt Freunde, Weggefährten und Kollegen zu einer Trauerfeier in Bochum ein – und dabei soll ein ganz besonderes Auto an den Kult-Schauspieler erinnern.

Ralf Richter ist Mitte September 2026 im Alter von 69 Jahren gestorben. Für viele Filmfans bleibt er vor allem Kalle Grabowski aus der Ruhrpott-Komödie „Bang Boom Bang“ (1999) – und genau diese Rolle bekommt beim Abschied einen festen Platz. Was über die Trauerfeier bekannt ist, wer eingeladen ist und warum die Familie zuvor um Spenden gebeten hatte.

Trauerfeier für Ralf Richter: Termin und Ort stehen fest

Wie Promiflash berichtet, findet die Trauerfeier am Samstag, 10. Oktober 2026, um 17 Uhr in der Jahrhunderthalle Bochum statt. Eingeladen haben Richters Kinder Maxwell und Aline Richter gemeinsam mit weiteren Familienmitgliedern. Die Einladung richtet sich an Angehörige, Freunde, langjährige Weggefährten sowie Kolleginnen und Kollegen aus der Film- und Fernsehbranche – eine öffentliche Veranstaltung ist es nicht.

Trauerfeier für Ralf Richter Details
Datum Samstag, 10. Oktober 2026
Uhrzeit 17 Uhr
Ort Jahrhunderthalle Bochum
Eingeladen von Maxwell und Aline Richter mit weiteren Angehörigen
Gäste Familie, Freunde, Weggefährten, Kollegen – keine öffentliche Feier
Besonderheit Mercedes aus „Bang Boom Bang“ vor der Halle

In der Einladung findet die Familie bewegende Worte. Sie blickt mit „tiefer Dankbarkeit für ein erfülltes und außergewöhnliches Leben“ auf Ralf Richter zurück und schreibt:

„Was bleibt, sind die Menschen, die wir im Herzen tragen, und die Erinnerungen, die uns für immer begleiten.“

Aus der Einladung der Familie zur Trauerfeier

Der Mercedes aus „Bang Boom Bang“ wird vor der Halle stehen

Ein Detail dürfte vor allem Fans des Kultfilms berühren: Vor der Jahrhunderthalle soll der Mercedes aus „Bang Boom Bang“ aufgestellt werden. Der Wagen ist eng mit Richters bekanntester Rolle verbunden – dem großmäuligen Kleinganoven Kalle Grabowski, mit dem er sich Ende der 90er-Jahre ins kollektive Gedächtnis des Ruhrgebiets spielte.

Nach dem offiziellen Teil ist laut den Berichten ein Beisammensein mit kleinen Snacks geplant. Die Gäste sollen dabei die Gelegenheit bekommen, gemeinsam Erinnerungen an den Schauspieler auszutauschen.

Ralf Richter mit Kollegen aus „Bang Boom Bang“ beim Wiedersehen zum 25. Jubiläum in der Lichtburg Essen
25 Jahre „Bang Boom Bang“: Peter Thorwarth, Willi Thomczyk, Martin Semmelrogge, Christian Kahrmann, Jochen Nickel und Ralf Richter beim Wiedersehen in der Lichtburg Essen, 28.06.2024. Foto: IMAGO / BREUEL-BILD (OHfoto)

Warum die Familie um Spenden gebeten hatte

Dass der Abschied in diesem Rahmen stattfinden kann, hat auch mit der großen Anteilnahme der Fans zu tun. Kurz nach Richters Tod war auf der Plattform GoFundMe ein Spendenaufruf für einen „würdevollen Abschied“ gestartet worden, den Sohn Maxwell auf Instagram unterstützte. Er schrieb: „Der Verlust meines Vaters Ralf trifft unsere Familie tief. Gleichzeitig stehen wir vor den Kosten, die ein würdevoller Abschied mit sich bringt.“

Die Resonanz war riesig: Statt der angepeilten 8.000 Euro kamen mehr als 21.000 Euro zusammen. Als Kritik an der Aktion laut wurde, stellte Maxwell Richter gegenüber t-online klar, wofür das Geld gedacht ist:

„Ich wünsche mir eine größere, pietätvolle Trauerfeier – keine Party mit Champagner-Brunnen, sondern eine Würdigung, die seinem Lebenswerk angemessen ist.“

Maxwell Richter gegenüber t-online

Und weiter: „Es soll nicht obszön werden, denn wir beabsichtigen nicht, uns mit dem Geld eine schöne Zeit zu machen. Wenn Geld übrig bleibt, werden wir dies für Obdachlosenorganisationen spenden.“ Dass die Wahl auf Bochum fiel, begründete er knapp: „Das hätte sich Papa gewünscht.“

Ralf Richter: Seine bekanntesten Rollen

Der gebürtige Essener war über Jahrzehnte das Gesicht für raue, kantige Typen aus dem Revier. Zu seinen prägendsten Arbeiten zählen:

  • „Das Boot“ (1981) – sein Filmdebüt als Matrose Frenssen in Wolfgang Petersens oscarnominiertem Klassiker
  • „Bang Boom Bang“ (1999) – die Kultrolle als Kalle Grabowski
  • „Fußball ist unser Leben“ (2000) – eine weitere Ruhrpott-Komödie
  • „Was nicht passt, wird passend gemacht“ (2002) – Kinokomödie über eine Bautruppe im Ruhrgebiet
Schauspieler Ralf Richter bei der German Film & Comic Con in Dortmund im Dezember 2025
Schauspieler Ralf Richter bei der German Film & Comic Con in Dortmund, 06.12.2025. Foto: IMAGO / Panama Pictures (Christoph Hardt)

Zum Tod des Schauspielers hatte Maxwell Richter Mitte September öffentlich gemacht, dass sein Vater an COPD und einer Herzunterfunktion litt. Alle Hintergründe dazu lesen Sie in unserem Artikel Ralf Richter ist tot: Sohn Maxwell nennt die Todesursache. Wie leise ein Abschied im kleinen Kreis aussehen kann, zeigte zuletzt auch die Familie von Axel Schreiber.

Am Samstag in Bochum soll es dagegen ein Abschied werden, der zu Ralf Richter passt: mit vielen Weggefährten, mit Erinnerungen – und mit dem Mercedes, der für immer mit Kalle Grabowski verbunden bleibt.

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