Roger Cicero: posthum mit „ECHO Jazz“ ausgezeichnet

Ehrung

Im letzten Jahr moderierte Roger Cicero gemeinsam mit Gregory Porter den „ECHO Jazz“. Als die Verleihung gestern in eine neue Runde ging, konnte er nicht dabei sein. Posthum wurde der Jazzsänger nun geehrt.

Roger Cicero wurde posthum geehrt.

Roger Cicero hatte den Jazz im Blut, moderierte im vergangenen Jahr den „ECHO Jazz“ und galt als eine „Türöffner des Jazz‘“. Für sein musikalisches Wirken bekam der Verstorbene nun posthum den „ECHO Jazz“ als „Sänger des Jahres national“ verliehen. Zudem bedachte ihn die Preisverleihung mit einer Hommage. Roger Cicero war Ende März überraschend aufgrund eines Hirnschlags verstorben.

Am Donnerstag vor Ostern war der 45-Jährige einem Hirnschlag erlegen. Nach einem seiner letzten Konzerte traten bedenkliche neurologische Symptome auf. Sein Zustand verschlechterte sich rapide und er verstarb im Kreise seiner Familie, ohne das Bewusstsein wiedererlangt zu haben.

Mit dem Jazz verband Roger Cicero eine lange Geschichte. Zuletzt wollte er mit einer Tournee zu Ehren seines großen Idols Frank Sinatra seine Fans begeistern. Im SchlagerPlanet Interview sagte er im Sommer 2015: „ Ich liebe die Vielfältigkeit von Jazz, das ist einfach die vielfältigste Musik, die es gibt, die unter so einem ganz kurzen kleinen handlichen Namen zusammengefasst wird. Es ist eigentlich schon fast ein bisschen ironisch, dass die vielschichtigste Musik der Welt mit vier Buchstaben geschrieben wird!“

Mit seinem zuweilen poppigen Jazz begeisterte Cicero nicht nur Fans der Musikrichtung. Seine Alben erreichten seit 2006 stets Platzierungen unter den besten Fünf. Im Jahr 2007 hatte der Künstler auch einen „ECHO Pop“ erhalten.