Stürmer über Gabalier: „Verantwortungslos“

Hymne schlägt Wellen

Am 22. Juni sang Andreas Gabalier beim Formel-1-Rennen die österreichische Nationalhymne. Mit seinem Auftritt erntete er viel Kritik – jetzt auch von Kollegin Christina Stürmer.

Andreas Gabalier hat sich mit seinem Auftritt beim Formel-1-Rennen nicht nur Freunde gemacht.

Seit VolksRock’n’Roller Andreas Gabalier vor wenigen Wochen die österreichische Nationalhymne beim Formel-1-Rennen in der alten Version sang, überschlagen sich die Meldungen darüber in den Medien. In seiner Version der Hymne hat der Steirer die Textzeile gesungen, in der es heißt „Heimat großer Söhne“. Seit 2012 aber ist im österreichischen Gesetz verankert, dass die Songzeile „Heimat großer Söhne und Töchter“ lauten muss. Das verärgerte nicht nur die GRÜNEN Frauen, die sich jahrelang für die „Töchter“ in der Hymne eingesetzt hatten und ihm deshalb in einem offenen Brief ihren Unmut kundtaten, auch Austropopperin Christina Stürmer meldete sich jetzt zu Wort.

Andreas Gabalier: „Ich sehe keine Veranlassung ihn anders zu singen“

Christina Stürmer fände den Aufruhr um die vermeintlich falsche Hymne zwar übertrieben, allerdings sagte sie gegenüber dem Seitenblicke Magazin auch: „Ich finde es von ihm verantwortungslos und nicht korrekt. Das ist einfach Gesetz. Die Frau ist halt nicht mehr nur die, die hinterm Herd steht.“ Damit bezieht Stürmer ganz klar Stellung zu dem Thema und schlägt sich damit nicht nur auf die Seite der GRÜNEN Frauen, sondern auch einiger österreichischer Stimmen, die den Alpen-Elvis für seinen Patzer rügten.

Dieser hingegen erklärte seine Version der Hymne folgendermaßen: „Den Text der österreichischen Bundeshymne lernte ich mit 8 Jahren in der Schule im Sachkundeunterricht und ich sehe keine Veranlassung ihn anders zu singen.“ Dass sein Auftritt so hohe Wellen schlägt, damit hatte er wohl selbst nicht gerechnet.