Sie war erst 15: Nastassja Kinski geht gegen "Tatort"-Nacktszenen vor

"Reifezeugnis"

Im Alter von 15 Jahren stand Nastassja Kinski in der "Tatort"-Folge "Reifezeugnis" nackt vor der Kamera.  Nun will die 63-Jährige die Szenen verbieten lassen.

Nastassja Kinski will "Tatort"-Nacktszenen verbieten

Bis heute gilt der "Tatort - Reifezeugnis" aus dem Jahr 1977 als eine der legendärsten Folgen der beliebten Krimi-Reihe. Nastassja Kinski (63) sieht man darin am zarten Alter von gerade einmal 15 Jahren völlig hüllenlos. Diese Szenen will die Tochter von Klaus Kinski (†65) nun verbieten lassen. Dafür hat die Schauspielerin sogar hat dafür sogar einen Anwalt engagiert.

Dieser erklärte: "Nastassja Kinski war damals faktisch ohne Begleitung am Set, als die Szenen gedreht wurden." Demnach sei eine rechtswirksame Einwilligung als Minderjährige "denklogisch ausgeschlossen" gewesen. Im Namen von Kinski habe der Anwalt Christian Schertz jetzt für die Zukunft ihre Einwilligung widerrufen. Immerhin wird die Episode in regelmäßigen Abständen wiederholt. 

Jetzt meldet sich auch Nastassja Kinski selbst zu Wort und erklärt, warum sie rechtliche Schritte eingeht.

"Niemand war da, um mich zu schützen."

Auf Instagram schreibt Nastassja Kinski: "Es geht mir darum, dass ich 15 Jahre alt war und man mit 15 in einem Film Schutz braucht, das hatte ich nicht." Sie habe ihr ganzes Leben das Gefühl gehabt, die betreffende Szene hätte anders gedreht werden müssen. Millionen Menschen hätten die Bilder gesehen - die Szenen seien unzählige Male gezeigt wurden. Die 63-Jährige betont: "Teenager, Kinder sollten nicht so ausgeliefert werden." Der NDR und die ARD hätten die Pflicht gehabt, junge Menschen zu beschützen, statt sie auszunutzen. Die Schauspielerin erklärt: "Niemand war da, um mich zu schützen."

Trotzdem stehe sie nach wie vor zu dem "Tatort". In dem Beitrag lobt Nastassja Kinski auch die Zusammenarbeit mit Wolfgang Petersen, der ein toller Regisseur sei. Dennoch: "Das ändert nichts daran, dass die unbekleideten Szenen mir weh taten." Man hätte es einfach anders drehen sollen. Direkt an Petersen gewandt, schreibt sie: "Wolfgang, ich glaube, in deinem Herzen verstehst du das."