Spektakulärer Anblick: Wetter-Phänomen färbt den Himmel im Süden Deutschlands gelb

Was hat es damit auf sich?

Derzeit macht sich ein besonderes Wetter-Phänomen im Süden Deutschlands bemerkbar. Nicht nur der Himmel, sondern auch Wolken und Luft sind in gelbes Licht gehüllt.

Sahara-Staub über  Süddeutschland

Bereits in den frühen Morgenstunden färbte sich der Himmel und die Luft am Dienstag,15. März 2022, gelb. Beim Blick aus dem Fenster könnten man denken, die Welt sei in einen Sepia-Filter getaucht. Denn in diesen Tagen erreicht uns Sahara-Staub. Dieses Wetterphänomen tritt vor allem im Frühjahr und Sommer in Süddeutschland auf.

Ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) erklärt: "Es sind immer wieder andere Regionen, die es trifft."  Spätestens am Freitag soll auch schon wieder Schluss sein mit dem spektakulären Anblick. Der feine Sahara-Staub wird vom Wind und auch den Wolken aus der Wüste Nordafrikas bis nach Europa getragen. Die Staubpartikel steigen bis zu fünf Kilometer in die Atmosphäre - dort können sie bis zu einem halben Jahr schweben. Einmal angekommen verfärbt der Staub das Licht und Himmel milchig oder sogar braun-gelb.

 

Sahara-Staub: Ab Donnerstag überall in Deutschland

Am Montag waren bereits erste Vorläufer dieses Phänomens vereinzelt in Deutschland erkennbar. Am Dienstag und heute wird sich vor allem im Süden der Himmel gelb färben. Den Berichten zufolge soll das gelbe Licht ab Donnerstag sogar überall in Deutschland zu sehen sein.

So faszinierend der Anblick auch ist, der Staub bringt einige Unannehmlichkeiten mit sich. Denn er hüllt nicht nur den Himmel in gelbes Licht, sondern legt sich auch auf Autos, Balkone und Fahrräder nieder - also auf alles, was sich draußen befindet. Hier lagert sich der feine Staub ab, was zu erheblichen Verschmutzungen führt.

Eine gesundheitliche Gefahr geht vom Sahara-Staub zwar nicht aus. Dennoch führt er zu einer hohen Feinstaubbelastung in der Luft - so könnten vor allem Allergiker oder Asthma-Kranke mit verstärkten Symptomen auf den Staub reagieren. Generell kann es sein, dass der Staub bei einigen Menschen gereizte Atemwegen oder juckende Augen auslöst. Übrigens kann im Zusammenhang mit dem Saharastaub auch ein Blutregen auftreten. Dabei verfärbt der Sand dann auch das herabfallende Wasser bräunlich, gelb oder rot.