Boris Becker: Das erwartet den Tennis-Star in Londons berüchtigten Knast

Extreme Bedingungen

Boris Becker muss für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis, und zwar ins Wandsworth Prison. Dort muss er unter extremen Bedingungen leben. 
 

Boris Becker: Hier muss es seine Strafe absitzen

Boris Becker (54) wurde zu zweieinhalb Jahren Haft in London verurteilt - seine Strafe soll er im berüchtigten Wandsworth Prison verbringen. Das Gefängnis wurde Mitte des 19. Jahrhunderts im Süden Londons eröffnet und ist die zweitgrößte Strafanstalt Großbritanniens - sie bietet Platz für rund 1.500 Gefangene.

Am Freitagmittag machte sich der Tennis-Star zusammen mit seiner Lebensgefährtin Lilian auf den Weg zum Southwark Crown Court in London, wo das Urteil verkündet wurde. Nach der Verkündung wurde Boris Becker umgehend in Gewahrsam genommen, vom Gericht geht es für ihn direkt ins Gefängnis. Und das ist berüchtigt.

Wandsworth Prison: Insassen berichten von schlimmen Zuständen

Berichten zufolge sind anfangs nur zweimal im Monat Familienbesuche erlaubt und die Gefangenen müssen 23 Stunden in einer Zelle verbringen. Die Häftlinge werden in rund sechseinhalb Quadratmeter kleinen Zellen untergebracht. Es seien "dreckige Räume mit Graffiti, abblätternder Farbe, Betonboden, Plastikmatratze und sitzloser Toilette." Zudem gebe es ein großes Problem mit "Ratten, Mäusen und Tauben".

Das berichtet unter anderem der Ex-Insasse Chris Atkins (61), der den Alltag dort in seinem Buch beschreibt. So erzählt er beispielsweise von der Geräuschkulisse dort: "Schreien, Grunzen, Bellen, Schimpfen, Lachen, Weinen, Streiten, Kämpfen, Heulen." Auch in einer aktuelle Umfrage der Insassen, ausgeführt von "Independent", wurde von einem "bröckelnden, überfüllten und von Ungeziefer befallenen Gefängnis" gesprochen.

Für Boris Becker, der bislang in luxuriösen Hotels und Immobilien lebte, dürfte der Fall in die harte Gefängnis-Realität sicherlich umso härter sein.