„Ich bin ein liebenswerter Chaot“

G. G. Anderson ist das, was man eine Koryphäe auf seinem Gebiet nennen kann. Am 01.08. erscheint sein neues Album „Die Sterne von Rom“. Wir trafen ihn zum Interview und sprachen mit ihm über seine neue „geile“ Platte.

G.G. Anderson Interview SchlagerPlanet
G.G. Anderson mit seiner Frau Monika - sie steht immer an seiner Seite.
©SchlagerPlanet/Jenny Rommel

G. G. Anderson ist nicht einfach nur Musiker, er ist auch Hit-Komponist. Was viele nicht wissen: zahlreiche Kassenschlager seiner Kollegen gehen auf sein Konto. „Flieg mit mir zu den Sternen“ von Roland Kaiser oder „Herzilein“ von den Wildecker Herzbuben wurden nur durch ihn zum Erfolg. Gestern erreichte uns die Nachricht, dass der Schlagersänger einen Schlaganfall erlitten hat. Wir trafen das Allroundtalent schon vor ein paar Wochen in München und sprachen mit ihm über sein neues Album „Die Sterne von Rom“, über seine „geilen“ Hits sowie über musikalische Sünden.

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Jung geblieben

Am Tag des Interviews erwartete uns strahlender Sonnenschein und ein bestens gelaunter G. G. Anderson. Schnell fühlte man sich in seiner Nähe wohl, unglaublich, dass dieser Mann bereits 64 Jahre sein soll. Auch seine Frau Monika hatte er beim Pressetag zur Unterstützung mit dabei. Zu Beginn des Gesprächs merkte man schnell, dass er stolz auf sein neues „Baby“ ist:

„Ich glaube, dass es ein sehr gelungenes Album ist. Es ist unheimlich romantisch, sehr fetzig, man kann es vom ersten bis zum 14. Titel schön durchhören. Es ist sehr gut tanzbar. Es gibt sehr sommerliche Themen, ich mag Sommer, Sonne, Strand und Meer besonders gerne. Das haben wir in einigen Songs versucht zu verarbeiten. Es klingt blöd, wenn ich das jetzt selbst so erzähle, aber natürlich finde ich das Album geil. Wir haben natürlich auch immer einen gewissen Anspruch, wenn wir ein neues Album machen. Wir haben ein Jahr daran gearbeitet und wir haben mit dem letzten Album mehr als 50.000 verkauft bei TELAMO, das war das erste Album. Jetzt wollen wir die 100er Grenze ankratzen. Es wäre das Größte, wenn ich mit diesem Album eine goldene CD bekäme. Ich glaube, ich würde eine Woche lang feiern.“

Erste Reaktionen auf seine neue Platte erhielt er aus seinem Familien- und Freundeskreis. Die Meinungen seiner engsten Vertrauten sind ihm wichtig, ganz besonders die von seiner besseren Hälfte Monika:

„Ich habe das Album mit sehr vielen Leuten getestet, mit Freunden, Freundinnen, Familie, Verwandten und Bekannten. Ich habe auch Tests gemacht, da konnten die Leute dann Schulnoten verteilen. Monika ist immer die Erste, die sehr kritisch ist. Wenn es zu sehr in die Schnulzenecke geht, dann krieg ich eine aufs Dach. Sie spart da nicht mit Kritik und sie sagt schon 'Geh da nochmal ran'. Ich höre schon auf sie und es passiert Gott sei Dank sehr oft, dass sie spontan komplett begeistert ist und sagt 'Das war geil ', 'Toll' und 'Super'. Bei dem aktuellen Album 'Sterne von Rom' hat sie wirklich oft gesagt 'Was habt Ihr denn da schon wieder gemacht', im positiven Sinne, 'das ist ja unfassbar, grandios, hammergeil'.“

Nicht immer war Monika begeistert von den Liedern ihres Gatten:

„Es kam mit Sicherheit mal vor, dass sie irgendetwas nicht so gut fand und ich hab total drauf gestanden. Dann haben wir ein Problem, dann gibt es Diskussionen zu Hause, die gehen dann ein paar Tage. (lacht) Immer wieder sagt sie 'Komm, das kannst Du so nicht machen, das geht gar nicht'. Dann fahre ich zu meinem Partner, dem Produzenten Engelbert Simons, und sage 'Monika findet das peinlich' und dann verändern wir den Text. Das haben wir wirklich schon gemacht, haben ein neues Demo gemacht. Dann bin ich nach Hause gekommen und Monika hat gesagt 'Es geht doch'. Sie ist schon sehr sehr kritisch, aber es ist gut so. Es wäre ja blöd, einen Partner zu haben, der Zuhause zu allem 'Ja und Amen' sagt.“

Ein Ohrwurm des Albums ist mit Sicherheit der Song „Sterne von Rom“. Ein Lied, das „in der Birne bleibt“. Doch nicht nur in Deutschland war man sofort von dem Song auf seinem neuen Album begeistert:

„Wir haben in Rom eine Woche Videos gedreht und da haben wir die Sterne von Rom gespielt. Da waren Hunderte von jungen Menschen aller Nationalitäten und ich stehe da in der untergehenden Sonne auf der Spanischen Treppe in Rom und plötzlich fangen die Menschen an zu singen und zu tanzen. Selbst die Inder, die Rosen verkauft haben, haben plötzlich aufgehört und haben nur noch getanzt. Da kamen plötzlich alle an und fragten 'Was ist das für ein Lied, was ist das für ein Sänger? Wir verstehen das Lied nicht, aber wir finden das Lied geil, wo kann man es haben, das müssen wir haben.' Es war erstaunlich, es war wirklich ein sehr erhebendes Gefühl für mich.“

Rom – der ewige Glücksbringer

Wer die Karriere des Sängers verfolgt hat, dem kommt der Titel der neuen Platte bereits bekannt vor. Schon vor ein paar Jahren trug sein bekanntester Hit die Stadt Rom im Namen. Nur Zufall?

„Rom hat mir ja unglaublich Glück gebracht vor fast 30 Jahren. 1985 habe ich mit 'Sommernacht in Rom' die „ZDF-Hitparade“ gewonnen. Eine Hitparade, in der ich totaler Außenseiter war. Nena, die Spider Murphy Gang und Klaus Lage hatten alle Riesenhits damals. Nena hatte noch nie eine Hitparade verloren und da kommt da so ein Außenseiter und haut die Nena weg. Ich hab noch in der Pause zu Nena gesagt 'Ach Mensch komm, lass mich doch auch mal gewinnen'. Und da sagte sie 'Ich glaub Du spinnst'. Und dann kam das Ergebnis: 'Ja, es ist eine Sensation, eine Riesenüberraschung. Ich glaube… nein, es ist so. G. G. Anderson hat gewonnen'. Ich habe das gar nicht kapiert. Ich habe da hinten gestanden und irgendwann drehte sich Klaus Lage um sagte 'Alter, ich gratuliere. Du hast gewonnen'. Nena war ein bisschen traurig glaube ich. Immer wenn wir uns heute sehen, erinnern wir uns an damals. Wir haben schon einmal einen schönen Abend zusammen verbracht, an irgendeinem Piano an irgendeiner Hotelbar, da haben wir schon einmal eine Session gemacht. Udo Jürgens, Nena und ich. Und da haben wir auch drüber gesprochen. 'Jaja, hast mich damals geschlagen. Das werde ich Dir nie vergessen'.“ (lacht)

Ein junger Hüpfer

In diesem Jahr feiert der Sänger seinen 65. Geburtstag. Bekanntlich ist man so alt, wie man sich fühlt, und G. G. Anderson gehört noch lange nicht zum alten Eisen. Am Wochenende tanzt er sich auch gerne mal die Seele aus dem Leib. Das ist, was uns der Sänger vor ein paar Wochen im Interview erzählte. Nach seinem Schlaganfall wird es mit Sicherheit die einen oder anderen Veränderungen in seinem Leben geben. Trotzdem wollen wir Euch seine Statements nicht vorenthalten:

„Für mich gibt es keinen typischen Samstagabend. Es gibt die Möglichkeit, dass Papa, Mama, Moni und ich zum Griechen gehen. Es gibt die Möglichkeit, dass wir in ein Gourmet-Restaurant gehen. Es gibt die Möglichkeit, dass wir in ein zünftiges Lokal gehen. Es gibt die Möglichkeit, dass wir einen Fernsehabend machen. Es gibt die Möglichkeit, dass wir eine Party machen. Es gibt die Möglichkeit, dass wir in die Disko gehen und da abdancen bei den ganzen 18- und 20-jährigen. Monika 50+, ich 60+. Das macht uns einfach Freude, das macht uns Spaß und wir haben ganz viele Neffen und Nichten, die in dem Alter sind, wobei die jetzt schon alle um die 20, 25 oder 26 sind. Die gehen da gerne hin und die nehmen uns mit. Die haben auch keine Probleme damit. Ich bin schon diesbezüglich ein bisschen verrückt und Lausbuben-mäßig, obwohl ich 64 Jahre alt bin. Ich fühle mich wie 30 und das lebe ich auch so.“

Seine Albumtitel handeln von den Sternen, dem Mond, der Nacht. Der Sänger ist ein „Nachtmensch und macht gerne die Nacht zum Tag“:

„Ich bin ja auch exzessiv. Mit Exzessiv meine ich, dass man auch mal die Nacht zum Tag machen kann. Meine Eltern haben vor ein paar Wochen ihren 65. Hochzeitstag, eiserne Hochzeit, gefeiert. Da haben mein Produzent Engelbert Simons und ich die Gitarre geholt und haben bis morgens um halb sechs die alten Songs der Beatles und der Rolling Stones gespielt. Du merkst, dass es draußen hell ist und bist einfach gut drauf. Du hast gute Laune, ein paar Bierchen getrunken und machst da eine Party und eine Session, die einfach wirklich geil ist. Da habe ich auch zu Engelbert gesagt, Engel, der 66 ist, ich, der 64 ist, 'Normal sind wir nicht, das ist doch wie früher, als wir 18, 19, 20 waren'. Ist doch hammergeil, dass wir das noch können. Und das finde ich klasse und das möchte ich noch ein paar Jahre so machen.“

Zurückblickend auf sein Leben und seine zahlreichen Erfahrungen fällt dem Sänger spontan nichts ein, das er in seinem Leben vermisst:

„Ich glaube, ich habe bis zum heutigen Tage ein sehr erfülltes Leben gehabt. Ich glaube nicht, dass ich irgendetwas vermisse. Ich habe eine tolle Familie, Papa und Mama leben noch, 65 Jahre verheiratet, ich habe einen Bruder ich habe zwei tolle Söhne, eine exzellente, eine fantastische Frau. Ich bin ein liebenswerter Chaot. Ich bin rundum glücklich.“

Seine große Angst

G. G. Anderson ist im Sternzeichen Schütze geboren. „Schützen haben die große Klappe, sind positiv und haben auch keine Angst“. Doch beim Gedanken an eine bestimmte Situation kriegt er dann doch nasse Hände:

„Ich hab Flugangst, vor allem vor den Turbulenzen. Wenn es anfängt zu wackeln krieg ich klitschnasse Hände, grauenvoll. Ich habe auch wirklich Flüge gehabt, bei denen die Menschen danach gesagt haben: 'Also so einen scheiß Flug habe ich noch nie erlebt.' Ich bin einmal von Luxemburg nach München geflogen und da waren ganz junge Mädels, die schon in Kenia Rundflüge gemacht und ganz schlimme Sachen erlebt haben und die nie Angst hatten. Die haben geschrien in dem Flug und die haben geheult. Das Licht ging aus in der Maschine, 45 Minuten war das nur in einem Gewitter, die Stewardess hat sich mehrfach den Schweiß abgewischt. Der Kapitän kam raus, nassgeschwitzt. Ich bin dann zu ihm hin und meinte 'Und? ' Da sagte er, 'Ich fliege seit über 40 Jahren, aber so etwas habe ich noch nie erlebt. Ich habe gedacht, ich schaff das nicht, dieses Ding runterzubringen.' Meinem Manager, dem habe ich in die Hand gekniffen, der war blutunterlaufen. Ich musste Cognac trinken. Ein Albtraum.“

Fernreisen in fremde Länder fallen somit weg, seine Reiseziele beschränken sich auf Orte, die mit dem Auto erreichbar sind:

Es ist ja so ein Traum, den ich habe, dass ich irgendwann einmal meine Flugangst verliere. Wir haben vorhin über die Malediven gesprochen, da würde ich gerne mal hin und schön Fisch essen. Das türkisblaue Meer muss unglaublich sein. Keine Steine, nur schöner, weißer Sand. Ich mag das ja alles, deswegen singe ich von Sommer, Sonne, Strand und Meer. Aber ich kann nur nach Italien oder Kroatien fahren, weil ich mache das alles nur mit dem Auto. Ich bin jahrelang nicht mehr geflogen. Das ist eigentlich sehr sehr schade. Wir haben früher unseren schönsten Urlaub auf Mallorca verbracht, da haben wir eine Wohnung gehabt, direkt am Meer. Es war ein schöner Urlaub, hab ich nie wieder erlebt. Aber nicht einmal diese zwei Stunden Mallorca schaffe ich glaube ich.“

G.G. Anderson Interview SchlagerPlanet
G. G. Anderson mit SchlagerPlanet-Redakteurin Jenny.
©SchlagerPlanet

Seine Wunsch-Duettpartner

Duette hat G. G. Anderson in seiner Karriere bereits gesungen – und zwar mit Andrea Jürgens. „Heute Nacht fällt ein Stern auf die Erde“ hieß das musikalische Werk. Auch Monika Martin war bereits die Frau an seiner musikalischen Seite. Auch mit anderen Kollegen könnte sich der Künstler einen gemeinsamen Hit vorstellen:

Celine Dion finde ich als Sängerin exzellent. Von der Optik her finde ich Jennifer Lopez besser als Celine Dion. Nicht nur, weil sie einen hübscheren Po hat. Das wär schon klasse. Außerdem fällt mir Matthias Reim ein, den ich von früher her kenne. Mit Matze könnte ich mir ein gutes Duett vorstellen, weil Matze so eine raue, kernige Stimme hat und ich habe eine etwas höhere, etwas zärtlichere Stimme. Das würde ganz gut passen. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, Andrea Berg, wenn wir ein geiles Lied hätten, was passen würde, warum nicht. Ich würde auch mit Francine Jordi oder Simone mal ein Lied zusammen singen. Da gibt es einige Kandidaten.“

Neid auf den Erfolg der Anderen?

Unzählige erfolgreiche Veröffentlichungen gehen auf sein Konto. Wir fragten den Sänger, ob er einen erfolgreichen komponierten Titel im Nachhinein lieber selber gesungen hätte:

„Ich glaube, ich bin in der Lage, sehr punktgenau zu schreiben. Wenn ich morgen für Helene Fischer ein Lied schreiben dürfte, würde ich es so punktegenau schreiben, dass es passt. Ich habe für Roland Kaiser ja 'Lieb' mich ein letztes Mal' geschrieben. Ich glaube, Roland hätte 'Sommernacht in Rom' oder 'Sterne von Rom' nicht so singen können wie ich und ich hätte 'Lieb' mich ein letztes Mal' nie so gut singen können wie er. Das hat mich eher immer stolz gemacht, wenn die Kollegen einen Hit gemacht haben mit unserem Lied, ich schreibe ja immer mit einem Partner, Engelbert Simons oder Bert Dietrich, der Matthias Reim und mich entdeckt hat. Es gibt demnächst eine Best of von mir, da werde ich 'Lieb' mich ein letztes Mal' von Roland Kaiser singen. Und da bin ich mal gespannt, ob ich das hinkriegen werde. Da werde ich erst einmal sehr viele Zigaretten rauchen, damit ich stimmlich ein bisschen nach unten gehe.“ (lacht)

Woher er die Inspiration für seine Songs nimmt, kann er sich selbst nicht erklären:

„Ich habe keine Ahnung. Kann ich Dir überhaupt nicht beantworten. Mich vor ein Keyboard setzen, eine Harmonie zu spielen und dann ein Lied darauf zu singen, das ist eine besondere Musikalität, die ich Gott sei Dank in mir habe und das macht Spaß und das kann ich auch. Manchmal gut, manchmal nicht gut, oft sehr gut. Die besten Songs habe ich in ein paar Minuten geschrieben. Die Lieder, bei denen ich manchmal dachte, das wären Welthits oder Megahits, da habe ich Stunden und Tage dran rumgeschraubt, das waren die größten Flops. Und die Lieder, bei denen ich ans Keyboard gehe, die Taste meines Kassettenrekorders drücke und anfange zu singen in einem Durchgang, das wurden die Riesenhits. Unglaublich!“

Musikalische Sünden

Zwar bereut G. G. Anderson keine seiner Hits, doch bei dem Gedanken an einen Song muss er lachen:

„Wenn ich diese vielen Hunderte von Liedern anhöre, die ich gemacht habe, gibt es bestimmt das eine oder andere Lied, das ich nicht mehr singen würde. Das gestehe ich. Es sind nicht viele, ich stehe eigentlich zu dem, was ich gemacht habe, aber ich erinnere mich an ein Lied. (lacht) Das habe ich für die Wildecker Herzbuben geschrieben. 'Husch, husch ins Körbchen' und die beiden Jungs wollten es nicht machen und ich habe mich geärgert. Dann habe ich gesagt, 'So Jungs, ich beweise Euch, dass das ein Hit ist und ich nehme es selbst auf'. Es wurde kein Riesenhit, aber ich hab damit die deutsche Schlager-Parade gewonnen in Baden-Baden und einen Preis gekriegt. Wenn ich das heute höre und wenn Monika es hört, kriegt sie sofort Hautausschlag.“

Den Song schrieb er den Wildecker Herzbuben auf den Leib, doch die lehnten dankend ab:

„Es passt für die Wildecker Herzbuben auf den Punkt und die Idioten wollten es nicht. Ich habe gedacht, ich bringe sie um. 'Nein, so einen scheiß singen wir nicht'. Und wenn ich das heute so höre, manchmal holt man seine alten CDs raus, die man gemacht hat, das mach ich oft. Ich habe eine richtige Gaststätte im Haus. Mit Spielautomat und überall Bildern an der Wand. Dann gehe ich da alleine runter und dann krame ich meine alten CDs raus und höre mal rein. Und dann finde ich das immer irgendwie spannend. Und dann merke ich, dass ich wirklich, und das muss ich wirklich sagen, das soll bitte nicht überheblich klingen, aber ich hab schon wirklich verdammt gute Sachen gemacht. 'Ich glaube an die Zärtlichkeit' oder 'Der Sommer ist vorbei' das ist so grandios, wirklich, da kriege ich heute noch eine Gänsehaut.“

Seine heimliche Leidenschaft

Jeder von uns hat Ruhepole, die einen nach anstrengenden Tagen wieder beruhigen. Auch G. G. Anderson hat seine ganz eigene Methode, mit Stress umzugehen:

Ich bin so ein kleiner Spieler. Ich habe Zuhause im Wohnzimmer einen riesengroßen Billardtisch. Immer, wenn ich irgendwie entspannen will, dann gehe ich zu diesem Billardtisch und spiele mit mir selbst. Das kann ich unheimlich gut, ich baue dann irgendwelche Sachen auf, die ich dann bewältigen muss. Man attestiert mir, mittlerweile ein sehr guter Billardspieler zu sein. Ich habe sogar den Hessenmeister geschlagen, der war bei mir Zuhause, wir haben ein Match gemacht. Den habe ich 3:2 geschlagen. Der hat mir attestiert, dass ich grandios spiele und ich soll mich doch unbedingt im Verein anmelden und bei den deutschen Meisterschaften, bei der Hessenmeisterschaft, mitspielen. Ich spiele nach wie vor wenn ich zuhause bin. Ein bis zwei Stunden am Tag stehe ich dann am Billardtisch, um runter zu kommen, um mich zu entspannen, zum Beispiel nach einer Tournee. Wenn ich nach Hause komme, dann ist wirklich das Erste, die Frau in den Arm nehmen, Klamotten auspacken und wenn ich dann so einigermaßen Luft habe, dann geht’s zum Billardtisch und dann spiele ich. Denn das ist so ein schöner Sport, das macht unheimlich Spaß.“

SchlagerPlanet bedankt sich für das Interview und wünscht dem Schlagerstar nach seinem Schlaganfall schnelle Genesung!


Autor(in) SchlagerPlanet:



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