 29.07.2014, 16:50 Uhr

So war die „Schlagernacht des Jahres“ am 29.03.2014 in Mannheim

12 Acts auf einen Streich – das erwartete die Fans gestern bei der „Schlagernacht“ in Mannheim. Andreas Gabalier, Beatrice Egli, Roland Kaiser und mehr gaben sich das Mikrofon in die Hand – doch auch eine Überraschung wartete…

Schlagernacht des Jahres Mannheim
Andreas Gabalier sorgte schon für viele gebrochene Herzen - auch bei der „Schlagernacht des Jahres in Mannheim“!
©SchlagerPlanet/Jenny Rommel

Hier geht´s zum Nachbericht der „Schlagernacht des Jahres 2014 in Mannheim“.

Am 29.03.2014 öffnete die SAP Arena in Mannheim für die „Schlagernacht des Jahres“ ihre Pforten. Ein Spektakel, auf das sich die Fans seit vielen Monaten freuten. Neben Newcomern waren natürlich auch die alten Hasen der Schlagerbranche mit dabei – denn was wäre ein gelungener Abend ohne die nötige Abwechslung? Wir haben die wichtigsten Infos zur „Schlagernacht des Jahres in Mannheim“ für Euch zusammengefasst.

Diese Stars waren bei der „Schlagernacht“ in Mannheim

Die „Schlagernacht des Jahres in Mannheim“ ließ sich natürlich nicht lumpen und trumpfte mit der Crème de la Crème der Schlagerbranche auf. Neben unserem heißgeliebten VolksRock'n'Roller gaben sich auch Deutschlands Superstar 2013, sowie die Neuentdeckung des letzten Jahres, bestehend aus sechs feschen Burschen, die Ehre. Diese 11 Stars sorgten in der SAP Arena in Mannheim für einen unvergesslichen Abend:

Die Location: SAP Arena in Mannheim

Die SAP Arena in Mannheim ist seit 2005 die Location für unvergessliche Abende. Zahlreiche Superstars spielten bereits in dieser Veranstaltungshalle – von den Backstreet Boys über Ronan Keating, bis hin zu Peter Maffay. Mitte März trat auch Schlagerstar Andrea Berg hier auf und entführte die Fans in ihre Unterwasserwelt „Atlantis“. Auch Vereine wie die „Adler Mannheim“ und die „Rhein-Neckar Löwen“ sind hier zuhause, doch auch andere Sportveranstaltungen finden dort regelmäßig statt.

Bis zu 15.000 Menschen finden in der Arena Gehör – genug Platz also auch für die vielen Schlagerfans, die sich in weniger als einer Woche in den heiligen Hallen versammeln, um ihre Stars live zu erleben. Wie die Veranstaltung war und mit welchen Hits oder Neuigkeiten die Schlagersänger überzeugten, das lest Ihr morgen bei uns – denn wir sind natürlich live für Euch bei der „Schlagernacht“ in Mannheim“ 2014 mit dabei.

Hier gibt es alle News zu den „Schlager-Starparaden“ und den „Schlagernächten des Jahres“ 2014!

So war die „Schlagernacht des Jahres“ in Mannheim“

Was für ein Abend, was für eine tolle Stimmung in der ausverkauften SAP Arena in Mannheim, an dem am gestrigen Abend mehr als 10.000 Schlagerfans ihre Stars feierten. Moderiert wurde das Spektakel von Michael Branik, den viele vor allem als Moderator von SWR4 Baden-Württemberg kennen.

Der Startschuss

Den Anfang machte gegen 18:00 Uhr Sänger Peter Michael, eine der Neuentdeckungen des letzten Jahres. Mit seinem Ohrwurm „Keine halben Sachen“ eröffnete er den Abend und man erkannte schnell: Dieser Mann sieht nicht nur unfassbar gut aus, nein, er kann auch noch singen! Leider blieb dem Künstler nicht viel Zeit auf der Bühne, er gab jedoch alles und leutete somit einen unvergesslichen Abend ein.

Dem noch jungen Künstler in der Branche folgte einer, der längst weiß, wie der Hase läuft: Andreas Martin. Er sang die Lieder „Ich fang Dir den Mond“ und „1000 gute Gründe“, bevor er seine langjährigen Fans ganz zufrieden stellte:

„Mit den folgenden Titeln habe ich vor 30 Jahren angefangen.“

Was folgte, waren seine größten Hits: Angefangen von „Amore Mio“, der es 1982 bis auf Platz 25 der deutschen Charts schaffte, über „Du bist alles“ und „Das erste Mal im Leben“, bis hin zu „Aber Dich gibt’s nur einmal für mich“seit mehr als drei Jahrzehnten ist er eine feste Schlagergröße und seine Fans freuten sich deutlich über seinen Auftritt bei der Schlagernacht. Der junggebliebene Sänger scherzte über das Älter werden:

„Macht Euch keine Sorgen was das Altern angeht, Ihr seht es an mir.“

Ein Mann, ein Wort! Und tatsächlich fühlte man sich Jahre zurückversetzt, als wäre die Zeit stehen geblieben – dieser Mann hat es auch heute noch drauf!

Die Überraschung des Abends

Was wäre ein schöner Abend ohne unerwartete Ereignisse? Angekündigt für dieses Event war DJ Ötzi, der seinen Auftritt aus familiären Gründen kurzfristig absagen musste. Doch die Veranstalter zappelten nicht lange und sorgten für einen tollen Ersatz: Fantasy! Das Schlager-Duo überraschte auch mit ihrer Kleidung, denn weinrote Lackschuhe machten ihr Outfit perfekt und sorgten optisch für das Tüpfelchen auf dem i.

„Momentan schweben wir über dem Boden und wir versuchen natürlich, auf dem Boden zu bleiben.“

Mit ihrem Song „Halleluja“ animierten sie ihr Publikum und mit ihrem nächsten Song „Flaschenpost“ hatten sie einen ganz speziellen Wunsch an das weibliche Publikum:

Gebt uns das Gefühl ein Justin Bieber zu sein!“

Wer braucht einen Justin Bieber, wenn er Fantasy haben kann? Diese Meinung vertraten die Zuschauer gestern auf den Sitz- und Stehplätzen und feierten ihre „große Überraschung“ des Abends. Das gut gelaunte Duo dankte es ihnen und sang den Titel „Eine Nacht im Paradies“ aus ihrem gleichnamigen und im Mai erscheinenden Album.

Der emotionalste Moment des Abends

Nach Fantasy folgte eine der einzigen beiden Frauen des Abends. Moderator Michael Branik brachte es auf den Punkt:

„Jetzt haben wir ein bisschen Bums gemacht, jetzt werden wir ruhiger.“

Er kündigte Nicole als Sängerin an, die als Einzige den Eurovision Song Contest für Deutschland gewann – man muss kein aufmerksamer Fan des internationalen Musikwettbewerbs sein, um zu wissen, dass dies so nicht ganz stimmt. 2010 holte Lena Meyer-Landrut ein zweites Mal den Sieg für uns nach Hause, was Nicole später auch klar stellte.

Im blauen, sehr kurzen Glitzerkleid und schwarzer Jacke stimmte sie mit „Ein leises Lied“ aus dem Jahr 1991 die ersten ruhigen Töne an. Auch ihr Unfall vor ein paar Monaten war Thema des Abends. Sie selbst sagte gewitzt, folgendes in der Zeitung gelesen zu haben:

„Nicole! Unfall! Wird sie je wieder laufen können?“ - „Ja, ich kann!“

Dies bewies sie mit High Heels, in denen selbst manch 20-jährige Frau nicht stehen könnte. Bei „Flieg nicht so hoch, mein kleiner Freund“ schunkelte die anwesende Meute gekonnt mit, bevor sie zu dem Lied kam, mit dem sie 1982 die ganze Welt um den Finger gewickelt hat:

„Der Wunsch nach Frieden bleibt ungebrochen. Ich werde dieses Lied singen, solange ich lebe.“

Die Feuerzeuge, die bei „Ein bisschen Frieden“ angingen, sorgten für den wohl emotionalsten Moment an diesem Abend, der auch an der Sängerin selbst nicht spurlos vorüberging. Sie musste sehr um Fassung ringen:

Es ist unglaublich, dass das Lied auch nach über 30 Jahren einen festen Platz in den Herzen der Menschen hat.“

Dann zog Nicole ihre hohen Schuhe aus, wirbelte über die Bühne und sang ihre größten Hits, zu denen „Mit Dir vielleicht…“, „Am liebsten mit Dir“, „Dann küss mich doch“ und „Ich hab Dich doch lieb“. Schließlich verriet sie auch noch etwas, was vor allem Fans brennend interessierte:

„Im Herbst wird es ein Geburtstagsalbum geben. Da wird eine Frau, die ich gut kenne, 40. Ok, gelogen, 30!“

Eine lustige und sehr sympathische Nicole, die gestern mit Sicherheit ein paar mehr Anhänger dazugewonnen hat.

Ein Kaiser im Fokus

Nach Nicole folgte der Mann, bei dem man sich ein „Wow“ einfach nicht unterdrücken kann – Roland Kaiser. Dieser Sänger zählt seit vielen Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Schlagerstars und strahlt eine unglaubliche Präsenz und Größe aus. Man begegnet ihm mit Respekt und unheimlicher Ehrfurcht vor dem, was er bereits erreicht und erlebt hat. Mit „Dich zu lieben“ begrüßten er und seine Band das Publikum an diesem Abend. Roland Kaiser sagte, dass es manchmal Situationen gibt, in denen man nicht so recht weiß, wie man handeln soll und lieferte sofort den passenden Ratschlag mit:

Du kannst den Wind nicht ändern, aber Du kannst die Segel richtig setzen.“

Es folgte der Song „Alles was Du willst“, bekannt aus der RTL-Serie „Dr. Stefan Frank“, bevor der Sänger weiter zum Denken anregte:

„Der Mensch kann zwar die höchsten Gipfel erreichen, aber verweilen kann er nicht.“

Roland Kaiser überzeugte mit seinen schönsten und bekanntesten Songs, zu denen „Ich glaub es geht schon wieder los“, „Schach-Matt“, „Extreme“ und „Haut an Haut“ gehören. Sein abschließendes Lied brachte er mit einem Satz auf den Punkt, für den ihn viele Damen an diesem Abend liebten:

„Als der liebe Gott die Frauen schuf, muss er ein Lächeln im Gesicht gehabt haben.“

Es kam, wie sollte es auch anders sein, „Joana“, das an diesem Abend von den Gästen in der Mallorca-Version gesungen wurde. Alle Leute standen auf und feierten ihren „Kaiser“, der zurecht bis heute einer der ganz Großen ist.

Der Herzensbrecher

Dann hieß es: Männer, haltet Eure Frauen fest, denn der VolksRock'n'Roller ist im Anmarsch. Bei seinem Titel „VolksRock'n'Roller“ sprang Andreas Gabalier zunächst in den Fotografengraben und reckte und streckte sich schließlich ins Publikum, ließ sich von Fans ablichten und schrieb Autogramme – ein wahrer Star zum Anfassen und der Moment, an dem die Männer ihre Frauen ganz fest hielten, um sie nicht zu verlieren. Mit seinem Dauerbrenner „I sing a Liad für Di“ und dem Hit „Zuckerpuppen“ aus seinem aktuellen Album „Home Sweet Home“ ließ er die Herzen höher schlagen. Dann forderte er das Publikum auf, bei seinem nächsten Song „Beichte“ im Refrain aufzustehen und Gas zu geben, was es auch tat.

„Ich hoffe, wir sehen uns im Sommer bei einem der großen Open-Airs!“

Mit Sicherheit, lieber Andreas! Bei der ruhigen Nummer „So liab hob i Di“ forderte er die SAP Arena auf, Feuerzeuge und Handys in die Höhe zu strecken und brachte so die Halle zum Leuchten und Herzen zum Brennen.

Alles zur Andreas Gabalier Tour 2014 erfahrt Ihr hier!

Sechs fesche Burschen, ein Kämpfer und der König von Mallorca

Nach einer Pause eröffneten den zweiten Teil des Abends junge Männer, die wissen, wie man feiert. VoXXclub, wohl DIE Durchstarter des letzten Jahres und gern gesehene Gäste auf jeder Veranstaltung, brachten mit „Rock Mi“ das Tanzfeeling in die Arena. Nach „Juchee auf der Alm“, „Marie, Marie, i steh auf Di“, „I mog net aufhör`n“ und weiteren Hits ihres aktuellen Albums „Alpin“ bedankten sie sich für ihren 100.000 Facebook-Like. Mit dem Song „Sierra Madre“ sorgten sie für den Ohrwurm der Veranstaltung – obwohl sie längst die Bühne verlassen hatten sang das Publikum minutenlang weiter und ließ sich nur gar nicht bis schwer von Moderator Michael Branik unterbrechen.

Nach voXXclub betrat Nino de Angelo die Bühne. Er schien ein bisschen heiser, versuchte aber, sich nichts anmerken zu lassen. Mit seinen Dauerbrennern „Atemlos“, „Ich sterbe nicht nochmal“, „Jenseits von Eden“ und „Samuraj“, geschrieben von Dieter Bohlen, zeigte er seine dennoch großartige Stimme.

Auch der „König von Mallorca“, Jürgen Drews, durfte bei dieser Veranstaltung natürlich nicht fehlen. Jedoch stand für ihn nicht nur sein Gesang im Vordergrund, auch für sein Erscheinungsbild legte er sich ins Zeug. Im Verlauf seines Auftritts knöpfte er seine Bluse auf und erlaubte so allen Zuschauern einen Blick auf seinen Oberkörper – ob dies für seinen Auftritt unbedingt notwendig war, bleibt offen. Ohne Frage sieht er 68-Jährige klasse aus, doch dies sorgte für eher beschämende Blicke auf den Boden. Auch wirkte der Sänger teilweise gelangweilt, als er seine bekanntesten Songs trällerte und die Hand in die Hosentasche steckte. Auch auf einen Po-Wackler verzichtete er nicht:

„Ich habs noch drauf, ich zieh mir auch ne Lederhose an.“

Eine Anspielung auf seinen Kollegen Andreas Gabalier, der einmal mit dem Po wackelt und Frauen fallen reihenweise in Ohnmacht. Sorry lieber Jürgen, aber eine Lederhose reicht hier leider nicht aus…

Schlagernacht des Jahres Mannheim
Jürgen Drews sang nicht nur – er gewährte ebenfalls tiefe Einblicke.
©SchlagerPlanet/Ansgar Gersmann

Der Sonnenschein mit dem Namen Beatrice Egli

Ordentlich über die Bühne wirbelte DSDS-Gewinnerin 2013 Beatrice Egli. Zur Unterstützung hatte sie sich zwei Tänzer mit auf die Bühne genommen und man muss sagen – keiner bewegte sich an diesem Abend so viel wie die fröhliche Sängerin. „Pretty in Pink“ sang sie ihre Hits „Mein Herz“, „Jetzt und hier für immer“, sowie „Verrückt nach Dir“und sorgte für ausgelassene Stimmung. Ganz besonders freute sie sich über ihren Erfolg am letzten Donnerstag, denn sie gewann den Musikpreis ECHO:

„Ihr seid die Ersten, mit denen ich heute feiern darf.“

Die süße Schweizerin sprühte vor Energie und wollte die nötige Portion Liebe in die Arena bringen:

Ich denke ja, das Wichtigste auf der Welt ist die Liebe. Ich denke fest daran, dass die große Liebe für jeden kommt. Irgendwann.“

Alles zum ECHO 2014 und den Preisträgern erfahrt Ihr hier!

Der krönende Abschluss

An welchen Sänger denkt man sofort, wenn man an Feiern und Spaß denkt? Richtig, Mickie Krause! Er kam, sang und hatte das Publikum sofort im Griff:

Vielen Dank, dass Ihr Euch alle auf mein Niveau heruntergesoffen habt.“

Schlagernacht des Jahres Mannheim
Mickie Krause in seinem Element.
©SchlagerPlanet/Janina Dickhardt

Neben den Party-Hits meinte man auch, er sei als Komiker gebucht worden – dies war aber keineswegs störend, denn die spritzigen Sätze gehören einfach zu ihm. Kommentare wie:

„Ich war letztes Jahr bei „Wetten, dass…?“ auf Mallorca. Da habe ich Cindy aus Marzahn kennengelernt. Manche Frauen kann man sich nicht schön saufen“

oder

Guck mich nicht so an, ich bin verheiratet – aber nicht glücklich.“

Mit seinen Songs „Schatzi schenk mir ein Foto“ und „Nur noch Schuhe an“, die auf keiner guten Feier fehlen dürfen, sorgte er für die beste Stimmung am Abend. Ob es an ihm oder den Unmengen an Alkohol lag, die die Besucher zu dieser Zeit schon in sich hatten, kann man sich streiten – es war bestimmt von beidem ein bisschen.

Den letzten Auftritt in dieser Nacht hatte Matthias Reim, was sehr schade war, denn viele warteten speziell auf ihn. Nach „Einsamer Stern“ und „Du bist mein Glück“ stimmte er auch die ruhigen Töne an:

„Es ist nie zu spät für eine Ballade. Balladen kommen aus dem Herzen und sollen auch genau dorthin treffen.“

Mit seiner Gitarre in der Hand spielte er „Doch da war mehr“. Abschluss an diesem Abend war „Verdammt ich lieb‘ Dich“, ein Song, den wohl jeder mitsingen kann. Das wusste auch der Künstler und „teilte“ sich den Song mit seinem Publikum, das für jede zweite Zeile zuständig war. Ein schönes Ende für einen schönen Abend!

Alles zum neuen Album von Matthias Reim „Die Leichtigkeit des Seins“ könnt Ihr hier nachlesen!

Schlagernacht des Jahres Mannheim
Matthias Reim – Sympathieträger und Stimmungsmacher.
©SchlagerPlanet/Madleen Schröder

Wart Ihr bei der „Schlagernacht“ in Mannheim oder werdet Ihr die Veranstaltung in einer anderen Stadt noch besuchen? Falls ja, auf wen freut Ihr Euch am meisten?


Autor(in) SchlagerPlanet:



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