Vanessa Mai reißt Hamburg ab!

Nach dem Erscheinen ihres aktuellen Albums im Frühjahr, tourt Vanessa Mai gerade mit ihrer gleichnamigen Konzerttour „Für Dich“ durch Deutschland. Samstagabend war sie in Hamburg und SchlagerPlanet war für Euch live dabei.

Vanessa Mai Konzert Hamburg
Vanessa Mai in Hamburg.
©SchlagerPlanet/Laura Werner

Die Laeizshalle ist DAS traditionsreiche Konzerthaus mitten im Herzen von Hamburg. Eine elegante Location, viele elegante und fein angezogene Menschen – es muss einen eleganten Anlass geben. Richtig, Vanessa Mai ist in der Stadt. Die Schlagerprinzessin läutet mit ihrer „Für-Dich“-Tour das lange Feiertagswochenende ein. Der Ort des Geschehens schraubt die Erwartungen hoch, die Fans und Zuschauer spiegeln die Bandbreite von den verschiedensten Menschen wieder, die sich von Vanessas Musik begeistern lassen. Von der schicken Hanseatin, über Grüppchen in bunten Glitzerkostümen, bis hin zum FC St.Pauli-Totenkopf-Kapuzenpulliträger, alle tragen zur vorfreudigen Stimmung bei, die den Konzertsaal erfüllt.

Schlagerparty im Konzertsaal

Mit einem, im wahrsten Sinne des Wortes, Herzklopfen startet das Intro und die Show pünktlich um 20 Uhr. Vanessa Mai hoppst auf die Bühne und performt ihren beliebten Hit „Mein Herz schlägt Schlager“. Bereits jetzt hält es das Publikum nicht mehr auf ihren Sitzen. Die positive Energie im Saal ist zum Greifen spürbar. Es gibt Standing Ovations und die junge Sängerin ist sichtlich überwältigt von dieser ersten Resonanz: „Das gab es noch nie!“. Das Haus ist komplett ausverkauft, für Mais erste offizielle Album-Tour ziemlich gut. Schließlich ist Hamburg die Schlagerhauptstadt des Nordens. Auch bei den folgenden Songs und Tanzperformances, unterstützt von vier jungen Tänzern, kann die 24-Jährige das Publikum voll mitreißen. Die Stimmung ist gut, fröhlich und es wird getanzt, was die kleinen Sitzplätze eben hergeben.

„Man darf nie aufhören zu träumen!“

Nicht nur ihre Leidenschaft für Schlager, die Musik und das Tanzen werden bei diesem Konzert deutlich. Vanessa Mai zeigt ihr Können bei der Inszenierung einer unterhaltsamen Bühnenshow mit ordentlich „Wumms“. Die Schlagerprinzessin mit Thronambitionen macht deutlich, dass sie gekommen ist, um zu bleiben. Für eine kleine Anekdote holt sie sich zwei von ihren jüngsten Fans auf die Bühne: „Man darf nie aufhören zu träumen!“. Auch gestalterisch durfte sich die Sängerin auf der Bühne voll und ganz austoben. Neben zahlreichen „Kung-Fu-artigen“ Outfitwechseln backstage, wurden insgesamt 18 kleine Leinwände im Hintergrund montiert, die für Videos, Intros oder einfach als Tanzkulisse genutzt werden. Mit kleinen Interview-Einschüben will die Sängerin sicher gehen, dass ihren Gästen nicht langweilig wird während sie in das nächste Outfit steigt. Das Publikum durchschaut diese „Zeitschinder“ schnell, verzeiht es ihr aber genauso fix sobald sie in neuer Erscheinung und mit einem weiteren Song die Bühne wieder betritt. Die greifbare Power der Konzertshow lassen nur erahnen was für ein großes Potenzial Vanessas Performance nach oben noch hat. Für den Saal in der Hamburger Laeiszhalle ist die Energie schon fast zu groß.

„Wir haben Hamburg abgerissen! Kann man so sagen, oder?“

Nach einer 15-minütigen Pause hat die Schlagersängerin es etwas schwer an das hohe Energielevel wieder anzuknüpfen. Ein gut gewählter Zeitpunkt, um ein paar ruhigere Songs zum Besten zu geben, denn das Publikum ist von der ersten Halbzeit ebenfalls noch fix und fertig. Sitzen, klatschen und genießen ist auch mal ganz nett. Leider dauert es bis die Stimmung wieder oben ist, da die weiteren auf die Leinwand projizierten Intervieweinschübe jegliches Abfeiern von Seiten des Publikums verhindern. Vanessa revanchiert sich mit ein paar Coversongs wie „Ohne dich (schlaf’ ich heut’ Nacht nicht ein)“ von der Münchener Freiheit oder Nenas „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“, die zu den heimlichen Höhenpunkten des Abends avancieren. Offizieller Abschlusssong wird „Wolke 7“ mit dem für Vanessa Mai als Ex-Sängerin von Wolkenfrei damals alles anfing. Die Fans geben nochmal Vollgas und am Ende, beim langen Schlussapplaus nach zwei Zugaben, steht da ein sichtlich gerührtes Schlagersternchen, die den Abend vermutlich genauso genossen hat wie das Publikum. Da dürfen dann auch schon mal ein paar Tränchen kullern.

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Autor(in) SchlagerPlanet:



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