Hymnen der deutschen Musik

Marius Müller-Westernhagen ist bekannt für seine Megahits und gilt nicht umsonst als einer der erfolgreichsten deutschen Künstler unserer Zeit. Sein Talent wurde ihm buchstäblich in die Wiege gelegt. Doch wovon handeln eigentlich seine Songs?

Marius Müller-Westernhagen Songtexte Lyrics Liedtexte
Marius Müller-Westernhagen ist vielen auch nur als Westernhagen bekannt.
©Karl Lagerfeld

Mit über elf Millionen verkauften Platten ist Marius Müller-Westernhagen nicht nur einer der erfolgreichsten Musiker Deutschlands, sondern auch das Aushängeschild für viele emotionale und gleichzeitig schöne Songtexte. Die Marius Müller-Westernhagen Lyrics sind eingängig und ein Ohrwurm ist quasi schon fast vorprogrammiert. Unter seinen Songs sind etliche Dauerbrenner dabei, die bei keinem Karaoke-Abend fehlen dürfen. Doch wovon handeln die Liedtexte von Marius Müller-Westernhagen eigentlich?

Die Hymne

Ein richtig guter Partysong zeichnet sich durch seinen einfachen Text aus, den man auch nach dem ein oder anderen Bier noch problemlos mitgrölen kann. Dieser Song eignet sich somit bestens für einen feucht fröhlichen Abend in einer Karaoke Bar, denn diesen Liedtext von Marius Müller-Westernhagen kennt mit Sicherheit jeder!

„Du bist ne Waffe, für die es keinen Waffenschein gibt.

Sexy, er sein altes Weib für dich vom Hof gejagt.

Sexy, für ihn ist jeder Tag, der jüngste Tag.

Sexy und du wirst reich, stirbt er am Herzinfarkt.“

Dieser Marius Müller-Westernhagen Songtext handelt eindeutig von einer sehr jungen, attraktiven Frau, die sich einen deutlich älteren und verheirateten Mann geschnappt hat. Er behandelt das typische Klischee, das diese Frau jung und gutaussehend und sich gerne mit wohlhabenden Männern schmückt, um am Ende vielleicht sogar noch viel zu erben. Ernst nehmen muss man diesen Text nicht, jedoch lässt er sich prima mitsingen.

„Sexy, ich würde alles für dich tun.

Sexy, für dich haben Gott und Teufel einen Vertrag geschlossen.

Sexy, ich will und will und will und will und will nur dich.

Sexy, ich bin gefangen zwischen deinen langen Beinen.“

Die attraktive Frau weiß anscheinend mit ihren Reizen zu spielen, denn nur schwer kann ein Mann ihr widerstehen. Dieser Marius Müller-Westernhagen spricht die altbekannten Sinne an, denn welcher Mann, der sich in seiner Ehe langweilt, schaut nicht gerne einmal einem Rock hinterher. Doch die Liedtexte von Marius Müller-Westernhagen sind nicht immer locker und fröhlich, sondern können auch ganz anders sein.

Er verarbeitet seine Jugend

Der in Düsseldorf geborene Sänger und Schauspieler hatte nicht immer rosige Zeiten mit seiner Familie. Sein Vater verstarb schon früh und auch das Verhältnis zu seiner Mutter war nicht immer das Beste. Eine Versöhnung von Mutter und Sohn erfolgte erst viele Jahre später und seine schwere Kindheit und Jugend verarbeitet er in den Marius Müller-Westernhagen Songtexten.

„Ich habe auch keinen Vater mehr,

er soff sich in sein Grab.

Als er noch lebte, liebte ich ihn,

das ist glaub ich normal.“

In dem Song „Was Du…“ beschreibt er das Verhältnis zu seiner Familie und verarbeitet das Erlebte. Sein Vater war der Schauspieler Hans Müller-Westernhagen, der unter einer Alkoholsucht litt. Mit nur 44 Jahren, 12 Tage nach dem 15. Geburtstag vom jungen Marius, starb er an seiner Krankheit. Zu Lebzeiten litt der Schauspieler auch unter starken Depressionen, welche die Familie mit Sicherheit zusätzlich belastete. Doch dieser Liedtext von Marius Müller-Westernhagen behandelt auch das schwierige Verhältnis zu seiner Mutter.

„Ich habe keine Mutter mehr,

kann sein, dass sie mir fehlt.

Als sie noch lebte, hasste ich sie,

möglich, dass mich das quält!“

Die Mutter von Marius verstarb 1999 und erst kurz vor ihrem Tod versöhnte er sich mit ihr. Jahrelang herrschte Funkstille zwischen den beiden und auch dies scheint er in diesem Marius Müller-Westernhagen Lyrics zu verarbeiten. Er scheint es tatsächlich ein wenig zu bereuen, sich erst so spät mit ihr ausgesprochen zu haben, denn jetzt kann er schließlich keine Zeit mehr mit seiner Mutter verbringen.

Das Lied der Wiedervereinigung

Eines seiner wohl bekanntesten Lieder brachte er 1989 heraus, welches gleich auch zu einer inoffiziellen Hymne zur Wiedervereinigung Deutschlands auserkohren wurde. Vor allem die Live-Version den Songs weckt bei vielen Deutschen mit Sicherheit einige Erinnerungen.

„Freiheit, Freiheit,

ist die einzige, die fehlt.

Freiheit, Freiheit,

ist die einzige, die fehlt.“

Ob geplant oder nicht, der Song der im gleichen Jahr veröffentlicht wurde in dem die Mauer fiel, wurde von Radiosendern rauf und runter gespielt und war für die Bevölkerung des geteilten Deutschlands wie ein Paukenschlag nach der Wiedervereinigung. Der Liedtext von Marius Müller-Westernhagen spiegelte die Gefühle und Gedanken vieler wieder und wurde nicht umsonst ein Synonym zum nun wieder vereinten Land.

„Freiheit, Freiheit, wurde wieder abbestellt.

Alle, die von Freiheit träumen,

sollen's Feiern nicht versäumen,

sollen tanzen auch auf Gräbern.“

Das Besondere an den Marius Müller-Westernhagen Songtexten ist wahrscheinlich, dass es für jede Lebenslage und jedes Gemüt einen passenden Text gibt. Egal ob einem gerade zum Feiern, Lachen oder Weinen zumute ist.


Autor(in) SchlagerPlanet:



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